Gruppentherapie - Supervision
Konzepte stationärer Psychotherapie

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    "Das Bedürfnis, beachtet zu werden, ist nicht ein menschlicher Beweggrund unter anderen - es ist der Wahrheitsgrund aller anderen Bedürfnisse, ... konstitutives menschliches Faktum ... In diesem Sinn existiert der Mensch nicht vor der Gesellschaft ... das Menschliche gründet im Zwischenmenschlichen...''

                                               (Tzvetan Todorov, 1998)

     

    Psychische Störungen sind immer auch und oftmals vorrangig ‚Störungen des Sozialen’. Die interpersonellen Beziehungen sind beeinträchtigt, nicht nur das innerseelische Gleichgewicht.

    Die Behandlung in therapeutischen Gruppen bietet besondere Möglichkeiten psychotherapeutischer Einflussnahme. Wie kaum irgendwo sonst treten hier die Störungen von Patienten im Zusammensein mit Anderen zutage. Sie lassen sich in Gruppen gezielt zum Fokus der Therapie machen. Patient und Therapeut können sich auf eine gemeinsam zugängliche – und nicht nur symbolische – Realität beziehen und sich darüber verständigen – auf das aus einer Außenperspektive beobachtbare interaktive Geschehen und auf ihr subjektives Erleben von dieser Realität.

    In der Behandlung in Mehrpersonen-Settings (Gruppen, Klinik, Tagesklinik) steht das Zusammenspiel des Verhaltens des Patienten in zwischenmenschlichen Beziehungen und sein subjektives Erleben der von ihm selbst mit gestalteten Beziehungen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und der therapeutischen Einflussnahme.